Nutzung des 5G-Netzes für einen neuen C-ITS-Dienst zur Regulierung der Zufahrt in die historische Innenstadt von Brünn
Über das Projekt: Nutzung des 5G-Netzes für einen neuen C-ITS-Dienst zur Regulierung der Zufahrt in die historische Innenstadt von Brünn
Im historischen Stadtzentrum von Brünn befindet sich eine weitläufige Fußgängerzone, deren Zufahrt durch ein automatisches Sperrsystem (AZS) geregelt wird, das aus 15 Profilen mit versenkbaren Pollern und 6 Profilen mit festen Pollern besteht.
Dieses System ermöglicht Fahrzeugen mit entsprechender Genehmigung die Ein- und Ausfahrt in die Fußgängerzone gemäß einem vordefinierten Zeitplan.
Diese Maßnahme ist ausreichend für die Belieferung innerhalb der Zone, erfüllt jedoch nicht die Anforderungen der Integrierten Rettungssysteme (IRS), die auch außerhalb der festgelegten Zeiten ohne Verzögerung Zugang benötigen.
Während der Projektdurchführung werden die versenkbaren Poller des AZS mit einem Kommunikationssystem für Fahrzeuge verbunden, sodass sie sich automatisch absenken, bevor ein Einsatzfahrzeug ankommt.
Projektziele
Das Hauptziel des Projekts besteht darin, die Gesundheit und das Leben der Menschen im Stadtzentrum zu schützen, indem die Einsatzzeiten der Rettungskräfte verkürzt werden. Gleichzeitig wird das 5G-Netzwerk auf seine Fähigkeit getestet, mit schnell fahrenden Fahrzeugen zu kommunizieren, die zwischen zahlreichen 5G-Basisstationen in einer realen städtischen Umgebung wechseln – durch die Implementierung eines C-ITS-Dienstes (Kooperative Intelligente Verkehrssysteme) zur Regulierung der Einfahrten in das historische Zentrum von Brünn.
Nutzen des Projekts
Das Projekt beseitigt Verzögerungen, die durch Missverständnisse in Stresssituationen entstehen, wenn der BKOM-Disponent einen anderen Poller steuert als den, der für den aktuellen Einsatz benötigt wird – ein Problem, das sich in der Praxis bereits gezeigt hat. Dadurch werden die Einsatzzeiten verkürzt und Gesundheit sowie Leben der Bürger besser geschützt.
Dank der schnellen Datenübertragung und der geringen Latenz ermöglicht 5G einen bedeutenden technologischen Fortschritt. Es erlaubt sowohl die Ausweitung der C-ITS-Dienste auf bisher nicht abgedeckte Gebiete als auch die Weiterentwicklung der Verkehrsautomatisierung, insbesondere des vollautomatisierten Fahrens.
Das vorgestellte Projekt ist kein isoliertes System, sondern wird ein vollwertiger Bestandteil des C-ITS-Ökosystems sein, das bereits in Brünn betrieben wird. Es wird von den städtischen Unternehmen Brněnské komunikace (BKOM), dem Verkehrsbetrieb der Stadt Brünn (DPMB), der Feuerwehr des Südmährischen Bezirks sowie weiteren Verkehrsteilnehmern genutzt, die mit C-ITS-Technologie ausgestattet sind. Dieses System wird kontinuierlich im Rahmen zahlreicher Projekte weiterentwickelt, nicht nur durch die Erweiterung der Infrastruktur und Fahrzeugkomponenten, sondern auch durch die Verbesserung der angebotenen Dienste.


Das Projekt „Nutzung des 5G-Netzes für einen neuen C-ITS-Dienst zur Regulierung der Einfahrten in das historische Zentrum von Brünn“ (Registrierungsnummer: CZ.31.6.0/0.0/0.0/23_087/0008902) wird durch Mittel der Europäischen Union und des Nationalen Aufbauplans (NPO) im Rahmen des 2. Aufrufs – Demonstrative Anwendungen des 5G-Netzwerk-Ökosystems für intelligente Städte, Gemeinden und Regionen unterstützt.





